Eisen und Föhnen

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Das Eisen und Föhnen ist eine veraltete und mittlerweile erwiesenermaßen unwirksame Methode zur Dekubitusprophylaxe.

Quelle und kompletter Artikel: Eisen und föhnen auf www.pflegewiki.de

Der Dekubitus ist in der Pflege ein allgegenwärtiges Problem. Für die Behandlung gilt mittlerweile der Expertenstandard Dekubitusprophylaxe und dadurch finden sich im Internet auch schon fertige Standards, wie z. B. der Standard „Dekubitusprophylaxe“ auf www.pqsg.de. Obwohl die Maßnahme „Eisen und Fönen“ in keinem Fachbuch mehr erscheint und auch nicht mehr gelehrt wird, wird sie oftmals noch eingesetzt, weil „das haben wir doch immer schon so gemacht“ oder „das hat doch sonst auch immer geholfen“.

Dabei ist längst bewiesen, dass „Eisen und Fönen“ die Durchblutung bei Dekubitus definitiv nicht verbessert.

Bereits im Oktober 1989 wurde in der Zeitschrift „Krankenpflege“ belegt, dass „Eisen und Fönen“ keine Verbesserung der Durchblutung des druckbelastetem Gewebes herbeiführt, sondern durch konsequente Druckentlastung herbeigeführt wird. Denn diese ist die einzige wirksame Maßnahme.

Beim „Eisen“ setzen sich in feinsten Hautverletzungen Mikroorganismen ab und erhöhen an diesen Stellen erheblich das Risiko einer Infektion, was zu einer zu einer Keimverschleppung führt.

Quellenangabe und weitere Informationen:

Eisen und föhnen auf www.pflegewiki.de

Eisen und Fönen auf www.medizinfo.de

 

Evidence-based nursing – Eine Methode für die Pflege?“ auf www.gesundheit.uni-hamburg.de

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