Die geltenden Fachkraftquoten sollen durch einen bedarfsorientierten Personalmix abgelöst werden. Der Gesundheitsökonom und Projektleiter Prof. Dr. Heinz Rothgang vom Socium Forschungszentrum an der Universität Bremen erklärt in dem Artikel Die Fachkraftquote geht, der Personalmix kommt das neue Instrument zur Personalbedarfsmessung in der stationären Altenpflege.
Autor: Bruder_Matthias
Artikel: „Altenpflege: Welche Träger richtig gutes Gehalt zahlen“
In dem Artikel Altenpflege: Welche Träger richtig gutes Gehalt zahlen wird über das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Sinus-Instituts für Markt- und Sozialforschung berichtet, die in einer Umfrage bei der einzelne Träger nach Gehaltslisten befragt haben. Die Ergebnisse wurden anschließend mit anderen Berufsgruppen verglichen. Interessant sind die Zahlen schon alleine, im Vergleich zu den anderen Berufsgruppen erst recht.
Pressemitteilung: Lukas Böckenholt vertritt Pflegegewerkschaft BochumerBund im Errichtungsausschuss der Pflegekammer Nordrhein-Westfalen
BOCHUM. Die Pflegegewerkschaft BochumerBund (BB) stellt mit Lukas Böckenholt ein Mitglied des Errichtungsausschusses der Pflegekammer Nordrhein-Westfalen. Als sein Stellvertreter agiert Dustin Janning. “Wir sind sehr glücklich, dass wir die Kammer mitgestalten dürfen”, freuen sich die beiden über ihre Ernennung.
BB-Vorstandsmitglied Lukas Böckenholt arbeitet als Gesundheits- und Krankenpfleger in Essen. Er weiß aus seinem Berufsalltag um die Notwendigkeit einer Pflegekammer: “Durch sie erhält die Pflege endlich eine politische Stimme. Sie wird dazu beitragen, die Bedingungen für uns Pflegende zu verbessern.” Diese Haltung war auch einer der Gründe für ihn, sich beim BochumerBund zu engagieren: Die Pflegegewerkschaft setzt sich für Pflegekammern in allen Bundesländern sowie für eine Bundespflegekammer ein.
Zu seinem Engagement im Errichtungsausschuss hat Böckenholt klare Vorstellungen: “Damit die Kammer erfolgreich ihre Arbeit aufnehmen kann, benötigt sie vernünftige Grundstrukturen. Für diese werden Dustin und ich uns konstruktiv einsetzen.” Hierbei stünden insbesondere Transparenz und Aufklärung im Vordergrund: “Wir möchten von Anfang an die Pflegenden so intensiv wie möglich einbeziehen.”
Das BochumerBund-Vorstandsmitglied will verhindern, “dass sich in NRW unwürdige politische Spielchen wie um die Pflegekammer Niedersachsen wiederholen, die der Pflege enorm schaden”. Die Gewerkschaft ver.di trägt nach Überzeugung von Böckenholt eine erhebliche Mitverantwortung dafür, dass die Kammer in Niedersachsen zum Spielball berufsfremder Interessen geworden sei.
Er hält das Agieren der Dienstleistungsgewerkschaft für unverantwortlich und höchst nachteilig für die Stellung und den Einfluss der Pflegenden: “Daher will ich unbedingt verhindern, dass ver.di auch hier in Nordrhein-Westfalen die Kammerarbeit torpediert und die Pflegenden gegen ihre eigenen Interessen instrumentalisiert.” Aus diesem Grund sei es auch so wichtig, dass mit Dustin Janning und ihm Gewerkschafter und klare Befürworter von Kammern vertreten seien.
Der Errichtungsausschuss besteht aus 20 Berufsangehörigen sowie den jeweiligen Stellvertreterinnen und Stellvertretern. Die konstituierende Sitzung findet am 21. September 2020 statt. Das Gremium soll die Gründung der Pflegekammer NRW als Selbstverwaltungsbehörde und berufsfachliche Interessenvertretung der Pflegenden vorbereiten. Dazu gehört neben dem Aufbau einer Geschäftsstelle die Erarbeitung von Satzungen als Grundlagen für die künftige Arbeit.
Weitere Informationen zur Arbeit der Pflegegewerkschaft BochumerBund sind nachzulesen unter www.bochumerbund.de.
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Qualität von Alltagsmasken – Mehr Schichten, mehr Schutz
Wie www.tagesschau.de in dem Artikel Qualität von Alltagsmasken – Mehr Schichten, mehr Schutz berichtet, gibt es eine bisher unveröffentlichte Studie der Universität Marburg und dem Fachkrankenhaus Kloster Grafschaft in Schmallenberg zu Gesichtsmasken. Nach dieser Studie ist die Filterleistung der Masken effektiver, wenn diese beispielsweise aus zwei Lagen Baumwolle bestehen und nicht aus einer lage einer luftigeren Kunstfaser.
Liebe Leute, ich weiß, dass die Masken bei den heißen Temperaturen der letzten Zeit stören und dass die Verständigung bei getragenen Masken leidet, aber wollen wir eine Infektion mit diesem Virus riskieren? Mit den genazen Folgen, wie Quarantäne, evtl. Krankenhausaufenthalt und Intensivstation und möglichen Spätfolgen? Dann habe ich beim Kontakt mit anderen Menschen doch lieber die dickere Maske im Gesicht, die dann auch nicht ganz so luftig ist.
Netzfund: „Honig hilft mehr als Erkältungsmittel“
Spiegel Gesundheit berichtet in dem Artikel Honig hilft mehr als Erkältungsmittel über ein Forscherteam von der Oxford University Medical School, das den medizinischen Forschungsstand zu Honig und seiner Wirkung in den oberen Atemwegsinfekten zusammengetragen hat.
Honig konnte die Hustensymptome wohl besser als Medikamente lindern, aber laut dem Forscherteam war die Datenlage nicht besonders gut.
Pressemitteilung: Pflegegewerkschaft BochumerBund: Pflege bitte den Profis überlassen!
BOCHUM. Die Pflegegewerkschaft BochumerBund mahnt an, die Pflege bitteschön den Profis zu überlassen – also allen dafür ausgebildeten professionell Pflegenden. „Wenn jetzt wie in Bremerhaven überlegt wird, Karstadt-Mitarbeitende auf die Schnelle für Jobs in der Pflege umzuschulen, dann kann man es nur mit der Angst zu tun bekommen“, so Benjamin Jäger, Vorstandsvorsitzender der Pflegegewerkschaft. „Wir Pflegende sind es leid, dass unser Berufsstand auf verschiedenste Weise ständig abgewertet wird. Wir verdienen Anerkennung und eine deutlich höhere Entlohnung, aber sicherlich nicht noch mehr Schnellschüsse wie diese.“
Es handele sich um eine Begegnung mit einem pflegepolitischen Untoten. „Wir quälen uns erneut durch eine Diskussion, die wir bereits vor etlichen Jahren über die ‚Schlecker-Frauen‘ geführt haben. Auch die sollten nach der Pleite der Drogeriekette die Pflege zwangsbeglücken – ein verheerendes Signal, das unserem Berufsstand bis heute schadet“, kritisiert Jäger.
Die Antwort auf den Personalmangel in der Pflege dürfe nicht sein, das Qualitäts- und Gehaltsniveau durch „Schnupperkurse“ weiter zu senken – ganz im Gegenteil. „Wir benötigen Pflegekräfte, die mit einer gesunden Mischung aus Leidenschaft und Professionalität ihre Arbeit tun und nicht aus Verzweiflung. Und das wird nur gelingen, wenn Pflegende mit einer umfassenden Ausbildung intensiv auf ihre anspruchsvollen Aufgaben vorbereitet worden sind“, unterstreicht Jäger. Der Gesundheits- und Krankenpfleger ergänzt, dass es um äußerst vielschichtige fachliche Kompetenzen gehe, die man nicht mal eben schnell erlernen könne.
„Leider vergessen die Verantwortlichen in der Pflegepolitik oft: Wir pflegen Menschen mit sehr individuellen Bedürfnissen und komplexen Krankheitsbildern“, unterstreicht der Vorsitzende des BochumerBundes. Auch seien u. a. ethische und rechtliche Fragestellungen zu reflektieren: „Dies alles berührt Fragen der Pflegequalität sowie der Sicherheit für Pflegebedürftige und Pflegende.“ Die Gesellschaft als Ganzes stehe in der Pflicht, ihren Pflegebedürftigen eine gute, fachlich hochwertige und einwandfreie Pflege zukommen zu lassen. „Und diese Verpflichtung wird durch inkompetente, ignorante und letztlich gefährliche Pläne wie in Bremerhaven konterkariert“, bedauert der Vorsitzende des BochumerBunds.
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Pressemitteilung: Pflegegewerkschaft BochumerBund: Warum werden Touristen getestet, Pflegende aber nicht?
BOCHUM. Das Bundesministerium für Gesundheit hat allen Pflegenden den nächsten Tiefschlag versetzt: „Während mittlerweile jeder Reiserückkehrer auf Kosten der Allgemeinheit von Corona-Tests profitiert, werden diese bei Pflegekräften und anderen stark gefährdeten Berufsgruppen im Gesundheitswesen nach wie vor kaum durchgeführt“, empört sich Benjamin Jäger, Vorstandsvorsitzender der Pflegegewerkschaft BochumerBund. „Sogar in der Akutpflege wird daran gespart, obwohl die Pflegenden dort massiv ansteckungsgefährdet sind. Das empfinden viele Kolleginnen und Kollegen als Herabsetzung.“ Die Pflegegewerkschaft fordert daher Tests für ausnahmslos alle Beschäftigten im Gesundheitssektor.
Der BochumerBund verweist auf die aktuellen Vorgaben des Robert-Koch-Instituts (RKI). Demnach zählt medizinisches Personal – also auch das Pflegepersonal – ohne Schutzausrüstung zu den Kontaktpersonen ersten Grades. Dieser ist definiert als enger Kontakt mit infizierten Patienten oder Bewohnern. Pflegekräfte in Schutzausrüstung bei einem Abstand von weniger als zwei Metern sowie ohne Schutzausrüstung bei einem Abstand von mehr als zwei Metern zu einer pflegebedürftigen Personen wiederum rechnet das RKI zu den Kontaktpersonen dritten Grades. „Allerdings spielt beispielsweise die Qualität der Schutzausrüstung keinerlei Rolle“, erläutert Jäger. Kontaktpersonen ersten und dritten Grades – auch mit ungenügender Schutzausrüstung – werden in Deutschland nicht routinemäßig getestet.
Der BochumerBund hält die Ignoranz der Politik gegenüber Pflegenden und Pflegebedürftigen für verantwortungslos. Jäger vermutet als Grund für das Nichtstun: „Bei regelhaften und regelmäßigen Tests von uns Pflegekräften würde die wahre Durchseuchung in den Krankenhäusern sichtbar werden. Dann müssten die Verantwortlichen in der Gesundheitspolitik Konsequenzen ähnlich wie bei Tönnies ziehen. Davor scheinen sie zurückzuschrecken – und riskieren Menschenleben.“ Der BochumerBund wertet das Agieren nicht nur in Krankenhäusern, sondern auch in Pflegeeinrichtungen als Verstöße gegen das Arbeitsschutz- sowie das Infektionsschutzgesetz.
Jäger fordert daher die Politik dringend zum Handeln auf: „Sie muss uns Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitswesen vor Arbeitgebern schützen, die auf Kosten unserer Gesundheit bzw. unseres Lebens profitorientiert arbeiten und unseren Schutz vernachlässigen.“ Schließlich komme kranken bzw. pflege- und hilfebedürftigen Menschen niemand so nahe wie die Pflegenden: „Aus diesem Grund müssen wir besonders geschützt werden.“
Bislang jedoch bleiben Pflegekräfte der Willkür ihrer Arbeitgeber ausgesetzt: „Die Krankenhäuser testen ihre Mitarbeiter nach eigenem Ermessen – das bedeutet in vielen Fällen überhaupt nicht“, so der Gewerkschaftsvorsitzende. Jäger kennt als Gesundheits- und Krankenpfleger die Verhältnisse nicht nur aus Schilderungen betroffener Pflegender, sondern auch aus eigenem Erleben. Welche dramatischen Folgen das Versagen von Politik und Arbeitgebern hat, belegen die offiziell erhobenen Zahlen. Beschäftigte im Gesundheitssektor machten bisher laut Weltgesundheitsorganisation WHO etwa 10 Prozent aller weltweiten Covid-19-Fälle aus. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts arbeiten in Deutschland rund 12 Prozent aller bisher gemeldeten Infizierten in Medizin und Pflege, 63 sind gestorben (Stand: 3. Juli). Besonders stark betroffen sind Pflegeeinrichtungen
Weitergehende Informationen zur Pflegegewerkschaft sind nachzulesen unter www.bochumerbund.de.
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Pressemitteilung: Pflegegewerkschaft BochumerBund: „Kolleginnen und Kollegen fühlten sich wie Kanonenfutter“
BOCHUM. Nur zwei Monate, nachdem sie am 1. Januar 2020 in Kraft getreten war, wurde die Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung (PpUGV) vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie bereits wieder außer Kraft gesetzt. Dieses Vorgehen hat viele Pflegekräfte entsetzt: „Etliche Kolleginnen und Kollegen haben sich wie Kanonenfutter gefühlt“, so Benjamin Jäger, Vorstandsvorsitzender der Pflegegewerkschaft BochumerBund. Nun soll zum 1. August 2020 die PpUGV teilweise wieder in Kraft gesetzt werden – für die Pflegenden auf den Intensivstationen und in der Geriatrie.
„Wir als Pflegegewerkschaft fordern, dass die Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung umgehend in allen anfangs festgelegten Krankenhausbereichen wieder eingesetzt wird. Außerdem muss sie auf sämtliche anderen Bereiche ausgeweitet werden. Denn jeder Mensch hat ein Recht auf eine gute und würdevolle Pflege – und die ist ohne PpUGV nicht möglich“, unterstreicht der Vorstandsvorsitzende des BochumerBunds. „Und wir Pflegenden haben ein Recht auf vernünftige Arbeitsbedingungen.“
Ohnehin sieht er bei den Regelungen der PpUGV noch deutlich Luft nach oben: „Die Personaluntergrenzen sind ein guter Anfang, aber der reale Bedarf an Pflegekräften liegt höher als in den Grenzen festgelegt. Die Pflegenden müssen bei der Bedarfsfeststellung zwingend eingebunden werden. Wir sind schließlich die Expertinnen und Experten.“
Jäger hat als Gesundheits- und Krankenpfleger die teils katastrophalen Folgen selbst erlebt: „Nach Aussetzung der PpUGV waren wir Pflegekräfte dem Ansturm auf die Krankenhäuser im Zuge der Pandemie hilflos ausgesetzt. Wir hatten damit keine gesetzliche Handhabe mehr, um uns vor Überforderung zu schützen. Ein fatales Signal der Politik, das unser Vertrauen nicht nur in die Bundesregierung massiv geschädigt hat.“
Dies ist selbst dem Bundesgesundheitsminister aufgefallen. So sagte Jens Spahn im ARD-„Morgenmagazin“: „Es gibt einen massiven Vertrauensverlust in der Pflege.“ Und weiter: „Die glauben immer noch nicht wirklich daran, dass wir etwas ändern wollen.“
„Wie sollen wir denn auch?“, fragt sich der BochumerBund-Vorsitzende Benjamin Jäger. „Der Pflegeberuf ist wieder einmal zum Spielball der Politik geworden. Die Bundesregierung hat eine Verordnung zum Schutz von Pflegekräften und Patienten erlassen und diese dann in Rekordzeit wieder verworfen. Das werten wir als aktive Gefährdung von Menschenleben. Dass nun das Vertrauen der Pflegekräfte in die Politik schwindet, hat sie selbst zu verantworten.“
Darüber hinaus haben seiner Einschätzung nach die Krankenhausträger keinerlei Interesse an einer Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung. „Für sie ist die Pflege einfach nur ein erheblicher Kostenfaktor“, erklärt Jäger. Denn ist die Untergrenze an Pflegekräften erreicht, muss ein Krankenhaus entweder Betten sperren oder mehr Pflegekräfte einstellen bzw. ausbilden: „Damit machen sie ein Minusgeschäft.
Bei der PpUGV handelt es sich um ein Personalbemessungsinstrument in pflegeintensiven Bereichen. Zu diesen zählen Geriatrie, Intensivmedizin, Kardiologie, Unfallchirurgie, Herzchirurgie, Neurologie, Neurologie/Schlaganfall-Einheit und neurologische Frührehabilitation. Die PpUGV legt beispielsweise fest, dass eine Pflegekraft auf einer Intensivstation im Tagdienst für maximal 2,5 Patienten und im Nachtdienst für 3,5 Patienten die Verantwortung trägt und deren Aufenthalte im Krankenhaus koordinieren muss.
Weitere Informationen zum BochumerBund sind nachzulesen unter www.bochumerbund.de.
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Pressemitteilung: Pflegegewerkschaft BochumerBund: Pflegende sollten für unabhängige Pflegekammer Niedersachsen mit Pflichtbeitrag stimmen
BOCHUM. Die Mitglieder der Pflegekammer Niedersachsen stimmen in den kommenden Wochen in einem dritten Anlauf über die Zukunft ihrer Selbstverwaltung ab. Die Pflegegewerkschaft BochumerBund empfiehlt den Pflegenden, sich in der Online-Befragung für eine Kammer mit Pflichtbeitrag auszusprechen. „Nur diese sowie die Pflichtmitgliedschaft sichern der Kammer ihre Unabhängigkeit von politischer Einflussnahme“, betont Benjamin Jäger, Vorstandsvorsitzender der Pflegegewerkschaft.
Daher appelliert der BochumerBund an alle wahlberechtigten Pflegefachpersonen in Niedersachsen: „Wir Pflegekräfte müssen unsere Angelegenheiten in die eigene Hand nehmen – und wir dürfen sie uns nicht wieder entreißen lassen. Wir benötigen unabhängige Selbstverwaltungen in Form von Pflegekammern. Dies sollte allen Pflegenden der Pflichtbeitrag einer Kammermitgliedschaft wert sein.“
Der Ausgang der Befragung hat nach Überzeugung des BochumerBunds erhebliche Auswirkungen auf alle niedersächsischen Pflegefachpersonen. „Bei einer Mehrheit gegen eine Pflegekammer oder für das rechtlich obskure Konstrukt einer dauerhaft beitragslosen Kammer würde sich unser Berufsstand in Niedersachsen erneut der Politik ausliefern“, befürchtet Jäger. „Dies wäre ein fatales Signal.“ Denn seiner Ansicht nach haben Gesundheitspolitiker jedweder Couleur die Pflegenden schon des öfteren im Stich gelassen, nicht erst während der Pandemie: „Sie haben die Pflege in den vergangenen Jahrzehnten mit Vollgas vor die Wand gefahren.“
Niemand bestreite, dass die Pflegekammer Niedersachsen Fehler gemacht habe; Teile der Kritik seien berechtigt und ernst zu nehmen. „Allerdings war diese Kammer oft auch extrem unsachlicher und unfairer Agitation ausgesetzt, insbesondere durch ver.di“, so Jäger. „Deren Stimmungsmache ging oft mehr als nur knapp an den Fakten vorbei.“
Die von ver.di ins Spiel gebrachte freiwillige Vereinigung von Pflegenden werde keinerlei Probleme lösen: „Eine solche Vereinigung darf anders als eine Pflegekammer nicht einmal eine Berufsordnung beschließen.“ Die Mitgliederzahl der Vereinigung der Pflegenden in Bayern sei mit rund 1.400 extrem überschaubar. Außerdem hänge sie am Tropf des bayerischen Haushalts und somit der Landtagsmehrheit: „Was in Bayern eindrucksvoll vor sich hin scheitert, soll in Niedersachsen funktionieren? Es ist für den Berufsstand verheerend, dass ver.di uns Pflegenden dies weismachen will.“
Der BochumerBund-Vorsitzende Benjamin Jäger appelliert an die Pflegenden, sich nicht von ver.di gegen die Pflegekammer Niedersachsen instrumentalisieren zu lassen. „Mit Ausnahme der Grünen wollen die niedersächsischen Parteien den Pflegenden eine unabhängige Selbstverwaltung in Niedersachsen vorenthalten“, kritisiert Jäger. Die niedersächsische SPD hält er bezüglich ihrer Haltung zur Pflegekammer für ebenso wankelmütig wie unzuverlässig.
Der Gewerkschaftsvorsitzende erinnert an die schweren Pannen beim ersten Versuch im Juni, die Online-Befragung durchzuführen. Jäger: „Erst die große Verwirrung um die unsägliche Frage 11, bei der letztlich ausschließlich eine beitragsfreie Kammer zur Wahl stand, und als Sahnehäubchen ein technisches Problem, das nach nur wenigen Tagen zum Abbruch der Befragung führte. Wir als BochumerBund hoffen sehr, dass die aus unserer Sicht völlig überforderte SPD-Landessozialministerin Carola Reimann endlich die Verantwortung übernimmt und zurücktritt. Sie hat der Pflege schwer geschadet.“
Zumal die Befragung zu einer Farce mutiert sei: Bereits nach Ankreuzen einer der Optionen zur Zukunft der Pflegekammer können die Teilnehmenden die Umfrage beenden. Die Fragen zur Einschätzung der geleisteten Arbeit der Selbstverwaltung müssen nicht mehr bearbeitet werden: „Das alles hat mit der angekündigten wissenschaftlichen Evaluation nichts zu tun.“
Die Pflegegewerkschaft BochumerBund würde überdies gerne wissen, auf welcher rechtlichen Grundlage das Land eine dauerhaft beitragsfreie Kammer als Antwortoption vorgebe. Schließlich hatte sich das Bundesverfassungsgericht in einem Beschluss von 2017 klar für die Verkammerung von Berufsständen samt Pflichtmitgliedschaft und Pflichtbeitrag ausgesprochen. „Freiwillige Vereinigungen hingegen haben die Verfassungsrichter nicht überzeugen können. ver.di und alle anderen Kammergegner sollten dies endlich zur Kenntnis nehmen und sich an Recht und Gesetz orientieren“, sagt Jäger.
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Pressemitteilung: Nachweis erbracht: Kaltplasma wirkt bei chronischen Wunden
Zu den großen Herausforderungen in der Behandlung von Patienten mit Diabetes zählt das Management von chronischen Wunden, deren dauerhafte Abheilung deutlich verzögert ist. Die Kombination aus fehlendem Impuls zur Wundheilung und Infektionsgeschehen verhindert dabei Wundverschluss und Geweberegeneration – ein Problem, das durch den Diabetes deutlich verschärft wird. Die Behandlung ist teuer und langwierig. Die Therapie gestaltet sich für Ärzte und Patienten gleichermaßen mühsam, weshalb neue Konzepte dringend erforderlich sind.
Ein solch innovatives Konzept könnte die Behandlung mit Kaltplasma sein, dessen Wirksamkeit jetzt erstmalig wissenschaftlich bestätigt wurde. Dies ist Ärzten und Forschern im Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, im Klinikum Karlsburg und im Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie (INP) Greifswald jetzt gelungen. Sie untersuchten 62 Wunden in einer prospektiven, randomisierten, Placebo-kontrollierten und Patienten-verblindeten Studie, die ergänzend zur Standardwundtherapie entweder Kaltplasma oder Placebo erhielten.
„Der Heilungsprozess unter Therapie mit Kaltplasma war signifikant beschleunigt, was zu schnellerem Wundverschluss führte“, konstatiert der Leiter der klinischen Prüfung, Prof. Dr. Dr. h.c. Diethelm Tschöpe, Direktor des Diabeteszentrums am HDZ NRW. „Ein Vorteil des Verfahrens ist die gute Patientenverträglichkeit. Wir haben keine mit der Therapie verbundenen Nebenwirkungen festgestellt“, ergänzt Wundexpertin Dr. Tania-Cristina Costea, Oberärztin der Klinik. Die Annahme, dass Kaltplasma antimikrobiell und infektmodulierend wirkt, konnte nicht belegt werden. Dies könne vermutlich auf die effektive, begleitende Standardtherapie zurückgeführt werden und zeige, dass biologische Effekte des Plasmas in der Wundheilung relevant seien, führt PD Dr. Bernd Stratmann, Erstautor der Publikation und Forschungsleiter im Diabeteszentrum, weiter aus.
Weitere Informationen:
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Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Leitung: Anna Reiss
Georgstr. 11
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