Die weiblichen Geschlechtsorgane

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weibliche sekundäre Geschlechtsorgane

  • Brustdrüse (weibliche Brust)

  • Form des Beckens (breit und flach)

  • Schambehaarung

  • Stimme

  • Fehlen von Gesichts- und Rumpfbehaarung

  • geringere Ausbildung der Muskulatur

  • Verteilung der Fettpolster: mehr an der Hüfte und Oberschenkel

  • Beim Mann: Bauch

  • Cellulite

primäre weibliche Geschlechtsorgane

  • innere Geschlechtsorgane

    • Uterus

    • Eileiter (Sg.: Tubus; Pl.: Tuben)

    • Eierstöcke (Sg.: Ovar; Pl.: Ovarien)

    • Scheide (Vagina)

  • äußere Geschlechtsorgane

    • kleine Schamlippe

    • große Schamlippe

    • Scheidenvorhof (Vestibulum vaginae)

    • Bartolinsche Drüse

    • Kitzler (Klitoris)

Die Ovarien sind paarig angelegt und pflaumengroß. Ihre Aufgabe liegt in der Heranreifung der weiblichen Eizellen. Insgesamt hat ein Mädchen bei der Geburt etwa 400.000 Eizellen, davon werden aber nur 400 reif. Eine weitere Aufgabe besteht in der Bildung der Hormone Östrogen und Gestagen.

Die Aufgaben der Tuben sind das Auffangen der Eizellen und deren Weitertransport in den Uterus. Der Transport geschieht zum einen über Flimmerepithelgewebe, deren Flimmerhärchen in Uterusrichtung stehen, und durch Kontraktion der Tuben. In der Erweiterung des Eileiters findet dann die Befruchtung statt.

Der Uterus baut die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) für die Aufnahme einer eventuell befruchteten Eizelle auf. Weitere Aufgaben sind die Erhaltung der befruchteten Eizelle und die Austreibung des Kindes bei der Geburt.

Die Vagina besteht aus einschichtigem, unverhornten Plattenepithelgewebe.

Der Monatszyklus

Der Zyklus wird in drei Phasen unterteilt. Die erste Phase dauert vier Tage, wird Menstruations- oder auch Blutungsphase genannt, danach beginnt die Proliferationsphase, auch Aufbauphase, die bis zum 14. Tag dauert. Danach folgt die Sekretions- oder Durchblutungsphase, die 14 Tage dauert.

Es beginnt damit, daß nach der Menstruationsphase im Ovar geringe Mengen an Östrogen gebildet werden. Dieses Östrogen wirkt auf den Hypophysenvorderlappen und löst dort die Produktion von FSH, dem Follikelstimulierendem Hormon, aus.

Dieses FSH wirkt zurück auf das Ovar und bringt dort eine Eizelle zur Reifung. Das FSH bewirkt, daß die Eizelle an den Rand des Ovars wandert und sich in einer Nährstoffhülle einbettet und zum Graafschen Follikel wird.

FSH hat weiter zur Folge, daß der Eierstock die Östrogenbildung steigert. Diese hohen Mengen an Östrogen bewirken nun, daß das Endometrium, welches ursprünglich einen Millimeter stark ist, auf die vier- bis fünffache Stärke heranwächst, proliferiert.

Diese Östrogenmengen bewirken weiterhin, daß im Hypophysenvorderlappen die Bildung von FSH eingestellt wird und ein weiteres Hormon gebildet wird, das LH, luteinisierende Hormon.

LH wirkt zurück auf den Eierstock und löst dort die Ovulation aus. Das LH hat Wirkung auf den Graafschen Follikel, bringt diesen zum Platzen. Die Eizelle springt aus dem Ovar in den Tubentrichter.

Der Rest des Graafschen Follikels wird durch die Wirkung des LH in einen Gelbkörper, Corpus luteum, umgewandelt. Dieser Gelbkörper beginnt jetzt mit der Produktion eines weiteren Hormons, des Gestagens, das auch unter Progesteron bekannt ist. Dieses Gestagen hat zur Folge, daß etwa 24 Stunden nach der Ovulation die Körpertemperatur um etwa 0,5 °C ansteigt und solange in der Höhe bleibt, wie der Gelbkörper Gestagen bildet.

Die Gestagenbildung im Gelbkörper wird innerhalb der Sekretionsphase gesteigert, durch die hohen Gestagenmengen wächst das Endometrium noch weiter, etwa um ein bis zwei Millimeter, lockert dieses Endometrium auf, bewirkt, daß dort vermehrt Blutgefäße einsprießen und sich Nährstoffe (Glucose) einlagern. Diese hohen Gestagenmengen bewirken weiterhin, daß im Hypophysenhinterlappen die Bildung von LH eingestellt wird. Das Fehlen von LH bewirkt, daß der Gelbkörper abstirbt und somit die Gestagenproduktion einstellt. Ohne das Gestagen ziehen sich die Blutgefäße des Endometriums zusammen, dieses wird weniger durchblutet, es wird nekrotisch und stößt sich ab. Dabei zerreißen Blutgefäße, aus denen es dann blutet. Wir haben jetzt den 28. Tag und die Menstruation setzt ein. Die Körpertemperatur sinkt nun wieder.

Weiterhin öffnet sich um die Ovulation der Muttermund ein wenig, die Menge des Zwervixschleimes nimmt zu und dessen Viskosität abnimmt (wird wäßriger).

Mit der Einnistung einer befruchteten Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut (Nidation) wird von der Zottenhaut dieser Eizelle ein weiteres Hormon gebildet, das Human Choreon Gonadotropin, -HCG. Dieses -HCG gilt mittlerweile als ein sicheres Schwangeschaftszeichen, es hat Wirkung auf den Gelbkörper, da es ihn erhält, damit er weiterhin Gestagen produziert. Dadurch bedingt, bleibt das Endometrium erhalten. Das -HCG wird über den Urin der Schwangeren ausgeschieden. Nach etwa drei Monaten stirbt der Gelbkörper ab. Die Gestagenproduktion wird dann von der Plazenta übernommen, Nach 280 Tagen stirbt die Plazenta ab und die Geburt wird eingeleitet.

Die Befruchtung kann nur am 15. Tag stattfinden. Die Eizelle ist in der Regel sechs bis acht Stunden, maximal zwei bis drei Tage nach der Ovulation befruchtbar. Spermien sind maximal 4 Tage befruchtungsfähig. Die fruchtbaren Tage einer Frau sind demnach vom 11. bis zum 17. Tag bei einer Zyklusdauer von 28 Tagen.

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