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Eisen und Föhnen

Das Eisen und Föhnen ist eine veraltete und mittlerweile erwiesenermaßen unwirksame Methode zur Dekubitusprophylaxe.

Quelle und kompletter Artikel: Eisen und föhnen auf www.pflegewiki.de

Der Dekubitus ist in der Pflege ein allgegenwärtiges Problem. Für die Behandlung gilt mittlerweile der Expertenstandard Dekubitusprophylaxe und dadurch finden sich im Internet auch schon fertige Standards, wie z. B. der Standard „Dekubitusprophylaxe“ auf www.pqsg.de. Obwohl die Maßnahme „Eisen und Fönen“ in keinem Fachbuch mehr erscheint und auch nicht mehr gelehrt wird, wird sie oftmals noch eingesetzt, weil „das haben wir doch immer schon so gemacht“ oder „das hat doch sonst auch immer geholfen“.

Dabei ist längst bewiesen, dass „Eisen und Fönen“ die Durchblutung bei Dekubitus definitiv nicht verbessert.

Bereits im Oktober 1989 wurde in der Zeitschrift „Krankenpflege“ belegt, dass “Eisen und Fönen” keine Verbesserung der Durchblutung des druckbelastetem Gewebes herbeiführt, sondern durch konsequente Druckentlastung herbeigeführt wird. Denn diese ist die einzige wirksame Maßnahme.

Beim „Eisen“ setzen sich in feinsten Hautverletzungen Mikroorganismen ab und erhöhen an diesen Stellen erheblich das Risiko einer Infektion, was zu einer zu einer Keimverschleppung führt.

Quellenangabe und weitere Informationen:

Eisen und föhnen auf www.pflegewiki.de

Eisen und Fönen auf www.medizinfo.de

 

Evidence-based nursing – Eine Methode für die Pflege?“ auf www.gesundheit.uni-hamburg.de

Mehr als die Hälfte aller Pflegekräfte haben körperliche Beschwerden

Hamburg (6. Juli 2017) – Mehr als die Hälfte aller Pflegekräfte in Pflegeheimen, im ambulanten Pflegedienst und in Kliniken leidet aufgrund von Stress häufig oder regelmäßig unter körperlichen Beschwerden, ein Drittel unter psychischen Symptomen. Auslöser von Stress sind zu viel Bürokratie und Dokumentation, Arbeitsverdichtung und zu wenig Zeit pro Patient. Am wenigsten belasten Mobbing und Personalmangel. Das ergab eine online-Befragung von 240 Pflegekräften aus Krankenhäusern, Pflegeheimen und ambulanten Pflegediensten in Deutschland, durchgeführt von DocCheck im Auftrag der Asklepios Kliniken. Während in Kliniken mit 45 Prozent die Arbeitsverdichtung generell am meisten belastet, sind es in Pflegeheimen mit 51 Prozent zu wenig Zeit pro Bewohner und im ambulanten Pflegedienst mit 44 Prozent die Bürokratie und Dokumentation. Das gleiche steht auch für Pflegepersonal privater Kliniken mit 41 Prozent im Vordergrund, damit deutlich stärker als die bekanntermaßen in Deutschland besonders hohe Arbeitsverdichtung (26 Prozent), unter der ihre Kollegen unter öffentlicher (37 Prozent) und konfessioneller (38 Prozent) Trägerschaft am stärksten leiden.

Quelle und kompletter Artikel: Mehr als die Hälfte aller Pflegekräfte haben körperliche Beschwerden auf www.krankenpflege-journal.com

Datenbank für Pflegeleitlinien erweitert

Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) hat seine frei zugängliche Datenbank für pflegerelevante Leitlinien und Standards aktualisiert. Die Übersicht umfasst jetzt 161 deutsch- und englischsprachige Leitlinien und Standards, die sowohl Praktikern als auch Lehrenden und Wissenschaftlern umfängliche Informationen bietet.

Quelle und vollständiger Artikel: Datenbank für Pflegeleitlinien erweitert

Die ZQP-Pflegeleitlinien sind hier verlinkt.

Pflegekräfte für Teilnahme an großer Umfrage gesucht

KÖLN. Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) startet mit einer Online-Befragung zur Personalausstattung, Arbeitssituation und Patientenversorgung auf Intensivstationen im deutschsprachigen Raum. Ziel ist es nach eigenen Angaben, aktuelle aussagekräftige Daten für die berufs- und pflegepolitischen Diskussionen zu bekommen und die Einschätzungen der Expertinnen und Experten vor Ort zu bündeln. An der anonymen Befragung können alle Pflegenden im deutschsprachigen Raum teilnehmen, die aktuell auf einer Intensivstation in einer Klinik arbeiten. Sie werde von der Deutschen Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste unterstützt und mit DIP-Eigenmitteln finanziert. (maw)

Quelle und kompletter Artikel: www.aerztezeitung.de

Änderungen 2017 in der Pflege

§ 14 SGB XI – Begriff der Pflegebedürftigkeit

§ 15 SGB XI – Pflegegrad

§ 28a SGB XI – Leistungen bei Pflegegrad 1

§ 36 SGB XI – Pflegesachleistung

§ 37 SGB XI – Pflegegeld

§ 38a SGB XI – ambulant betreute Wohngruppen

§ 39 SGB XI – Häusliche Pflege bei Verhinderung der Pflegeperson

§ 41 SGB XI – Tages- und Nachtpflege

§ 42 SGB XI – Kurzzeitpflege

§ 43 SGB XI – Vollstationäre Pflege

§ 43b SGB XI – Zusätzliche Betreuung und Aktivierung in stationären Pflegeeinrichtungen

§ 45a SGB XI – Angebote zur Unterstützung im Alltag, Umwandlung des ambulanten Sachleistungsbetrags (Umwandlungsanspruch), Verordnungsermächtigung

§ 45b SGB XI – Entlastungsbetrag

§ 44 SGB XI – Leistungen zur sozialen Sicherung der Pflegepersonen

§ 140 SGB XI – Überleitung von bestehenden Pflegestufen in die künftigen Pflegegrade

Quelle und vollständiger Text mit Erläuterungen und Links zu weiteren Informationen: www.kv-media.de

Auch die FAZ hat dazu bereits einen Artikel “Das ändert sich in der Pflege 2017” verfasst, auf den hier auf Pflege im Web bereits hingewiesen und verlinkt wurde.

Und die Verbraucherzentrale hat einen Artikel mit dem Titel “Keine Angst vor der Überleitung: Pflegebedürftige werden auf Pflegegrade umgestellt” online gestellt

Mehr Personal in der Pflege – JETZT!

Eine gute personelle Ausstattung ist eine wichtige Voraussetzung für hohe Versorgungsqualität von pflegebedürftigen Menschen und steigert die Attraktivität der beruflichen Tätigkeit in der Altenpflege. Beschäftigte bleiben länger im Beruf und neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können gewonnen werden. Die erfolgreiche Umsetzung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs zum 1. Januar 2017 setzt genügend gut qualifiziertes Pflegepersonal voraus. Die regional unterschiedliche, aber oft defizitäre Personalausstattung stellt die Pflege jedoch seit langem vor eine große Herausforderung und geht zu Lasten der pflegebedürftigen Menschen sowie der beruflich Pflegenden.

Quelle und kompletter Artikel: Verbraucherzentrale Bundesverband – vzbv.de

Pflege: Neue Pfle­gegrade, mehr Geld – was die Reform bringt

Viele Pflegebedürftige bekommen ab Januar 2017 mehr Pflegegeld und mehr Pflege­leistungen. Vor allem in der häuslichen Pflege und bei Demenz können das mehrere hundert Euro im Monat sein. Finanztest gibt einen Über­blick über die wichtigsten Neuerungen des Pfle­gestärkungs­gesetzes. Wir sagen, was es mit den Pfle­gegraden auf sich hat, wofür es künftig wie viel Geld gibt, welche neuen Regeln für Pflege­gut­achten gelten – und wie die Versicherer laufende Verträge umstellen.

Quelle und vollständiger Artikel: test.de