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Krätze/Skabies – kurz zusammengefasst

Die Krätzmilbe (Sarcoptes scabiei variatio hominis) ist ein Parasit, auf den Menschen spezialisiert und ist der Erreger der Skabies. Die weibliche Milbe gräbt Gänge in die Haut und hinterlässt dort ihre Eier und Ausscheidungsprodukte. Die Ausscheidungsprodukte führen zu einer Reaktion des Immunsystems, einer Entzündung der Haut und starkem Jucken, oft mit stecknadelgroßen Bläschen, geröteten erhabenen Knötchen oder Pusteln. Auch kommen feine und dunkle Linien auf der Haut vor.

Als Übertragungsweg kommt in erster Linie längerer Hautkontakt in Frage. Händeschütteln reicht für eine Infektion meist nicht aus, da dabei der Hautkontakt nicht lang genug ist.

Symptomatik

Häufige Anzeichen sind Brennen und Juckreiz, besonders bei Wärme (z. B. im Bett). Auch kann der Juckreiz in Hautregionen vorkommen, in denen keine Krätzmilben vorhanden sind. Vorzugsweise kommen die Krätzmilben in den Zwischenräumen von Fingern und Fußzehen, in den Achseln, an Handgelenken, Knöcheln, Ellenbogen, Brustwarzen und den Genitalien vor.

Die Beschwerden treten bei der ersten Ansteckung nach zwei bis fünf Wochen, bei weiteren Ansteckungen schon nach wenigen Tagen. Solange sich die Krätzmilben auf der Haut befinden, ist die Krätze ist ansteckend.

Bei einer Erkrankung sollten mehrere Maßnahmen durchgeführt werden:

  • Beim Verdacht auf Krätze oder den genannten Krankheitszeichen sollte ein Arzt aufgesucht werden.
  • Es stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung, die gemäß ärztlicher Anordnung angewendet bzw. eingenommen werden.
  • Eine Ansteckung anderer vermeidet man durch die Einschränkung des Hautkontakts zu anderen.
  • Tägliches Wechseln Waschen bei mindestens 60°C von Kleidung, Handtüchern und Bettwäsche. Gegenstände, die nicht oder nicht so heiß gewaschen werden können, sollten für mindestens drei Tage bei über 21°C in verschlossenen Plastiksäcken trocken gelagert werden.

Diagnostik

Der Verdacht kann durch die Symptome, den Befall typischer Hautstellen und dem auffälligen nächtlichen Juckreiz erhärtet werden.

Zur Diagnosestellung wird ein Dermatoskop benutzt, das ein lupenähnliches Gerät ist und auf die veränderten Hautstellen aufgesetzt wird. Als Nachweis für die Krätze gilt ein direkter Nachweis der Skabiesmilben, der Eier oder des Milbenkots,

Therapie

Therapiert wird mit Anti-Milben-Mitteln, meist kommen Permethrin-haltige Cremes zum Einsatz.

Weiterführende Informationen

Infektionsschutz.de

Apotheken-Umschau

Skabies auf Wikipedia

Infos zu Skabies beim Robert-Koch-Institut (RKI)

Skabies im DocCheck Flexikon

Standard „Pflege von Senioren mit Skabies (Krätze)“ auf www.pqsg.de

Influenza („echte“ Grippe)

Die Influenza, auch „echte“ Grippe oder Virusgrippe genannt, ist eine durch Viren aus den Gattungen Influenzavirus A oder B ausgelöste Infektionskrankheit bei Menschen.

Alltagssprachlich wird die Bezeichnung Grippe häufig auch für grippale Infekte verwendet, bei denen es sich um verschiedene andere, in der Regel deutlich harmloser verlaufende Virusinfektionen handelt.

Vorkommen

Die Influenzaviren und die durch sie ausgelösten Erkrankungen existieren weltweit, allerdings kommen im Gegensatz zu den anderen Virustypen (insbesondere A) die Influenza-C-Viren nur sehr selten als Erreger der Virusgrippe vor. Jährlich sind nach Schätzungen der World Health Organization (WHO) 10 bis 20 % der Weltbevölkerung betroffen. Die Influenzaviren gehören zur Gruppe der Orthomyxoviridae.

Die Arbeitsgemeinschaft Influenza veröffentlicht unter der Federführung des Robert-Koch-Instituts jährlich einen Saison-Abschlussbericht, in dem die jeweiligen statistischen Jahresdaten des Verlaufes der Erkrankung in Deutschland festgehalten sind.[1]

Übertragung

Das Virus dringt über die Schleimhaut der Atemwege, des Mundes und der Augen in den Körper ein. Es erreicht diese Eintrittsorte

  • durch Tröpfcheninfektion, also über den Kontakt der Schleimhaut mit Exspirationströpfchen, die beim Niesen, Husten, Sprechen oder Atmen von infizierten Personen entstehen. Die größeren infektiösen Tröpfchen sinken innerhalb von etwa zwei Metern nach unten und verkleben besonders fest an rauen Oberflächen. Wenn die Exspirationströpfchen jedoch bereits in der Luft trocknen, können die darin enthaltenen sehr kleinen Viren von ca. 0,1 µm Durchmesser als Aerosol[2] (auch Tröpfchenkerne oder airborne genannt) über weite Strecken in der Luft schweben und stundenlang infektiös bleiben.[3] Trockene Raumluft in geheizten Räumen begünstigt diese Aerosolbildung und kann ein Grund für das Auftreten von Grippewellen im Winter sein.[4]
Infizierte Personen können durch Tragen von Atemmasken den Tröpfchenausstoß stark vermindern, da die frischen Tröpfchen direkt vor deren Mund gut im Filtermaterial kleben bleiben. Gegen eine Infektion über das Aerosol kann man sich durch eine Gegenluftströmung schützen. Einfache Atemmasken über Mund und Nase halten die als Aerosol übertragenen Viren teilweise zurück, aber nicht zuverlässig, weil die Filtermaterialien Viren nicht vollständig zurückhalten können, die Masken nicht dicht genug anliegen und die Augen überhaupt nicht abdecken. Lüften kann das Infektionsrisiko durch Verdünnen der Aerosolkonzentration im Raum verringern, wenn dabei das Aerosol nicht in andere Wohnräume des Gebäudes gelangt.
  • über Kontaktinfektion oder Schmierinfektion mit Viren, die in Exspirationströpfchen oder durch verschmiertes Nasensekret oder Berührung von Infizierten auf Gegenstände gelangen und dort innerhalb von zwei Tagen besonders leicht von glatten Oberflächen über die Hände auf die eigenen Schleimhäute übertragen werden.
  • durch Kotpartikel erkrankter Wirte und Vektoren
  • durch Viren auf Hautschuppen, Haaren, Gefieder und Staub
  • durch Kontakt mit Speichel erkrankter Personen

Das Virus ist unempfindlich gegen Austrocknung und bleibt bei niedriger Temperatur und niedriger Luftfeuchtigkeit länger infektiös.

Quelle und kompletter Beitrag: Influenza bei Wikipedia

Häufig gestellte Fragen und Antworten zur Grippe auf www.rki.de

Norovirus

Die Gattung Norovirus umfasst unbehüllte Viren mit einer einzelsträngigen RNA mit positiver Polarität aus der Familie Caliciviridae. Bisher wurden verschiedene Norovirus-Spezies beim Menschen sowie bei Rindern, Schweinen, Mäusen und Austern entdeckt. Besonders die humanen Noroviren haben als Erreger einer viralen Gastroenteritis eine große medizinische Bedeutung. Die Bezeichnung leitet sich aus der Typspezies der Gattung, dem Norwalk-Virus, ab.

Quelle und kompletter Beitrag/Artikel: Norovirus auf Wikipedia

Weitere Informationen und Texte:

Norovirus-Infektionen beim Niedersächsischen Landesgesundheitsamt

Noroviren-Infektion auf www.apotheken-umschau.de

5 Fakten über das Norovirus auf www.spektrum.de

Fortschritte im Kampf gegen Aids

Im Kampf gegen das Horrorvirus Aids melden die Vereinten Nationen deutliche Fortschritte: So kommen immer mehr Betroffene in den Armenhäusern der Welt eine Behandlung und damit eine Perspektive auf ein längeres Leben. Allerdings bergen die Behandlungen auch Risiken.

Quelle und kompletter Bericht: haz.de

weitere Infos zum Thema Aids:

HIV und AIDS auf iwwit.de

HIV bei Wikipedia

Was bedeutet eigentlich AIDS? – aids-info.de

Was die Deutschenüber AIDS nicht wissen – apotheken-umschau.de

Wissen HIV/AIDS – gib-aids-keine-chance.de

Deutsche Aidshilfe

 

Naturheilmittel für Diabetiker

Wichtiger Hinweis: Die folgenden Naturheilmittel können die Diabetes-Therapie unterstützen, nicht aber ersetzen. Auch müssen sie nicht alle zwangsläufig helfen. Vor der Einnahme empfehle ich Rücksprache mit dem Hausarzt, Diabetologen und/oder Apotheker/in. Auch Vorsicht bei eventuell vorliegenden Allergien. Empfohlen sei auch entsprechende Literatur, in der näher auf die einzelnen Wirkstoffe eingegangen wird.

Diesen Beitrag möchte ich den Beitrag Blutzucker-Killer ergänzen.

Heilpflanzentherapie

Bittermelone (momordica charantia) vermindert bei Typ 1 und 2 die Insulinresistenz und fördert die Insulinsekretion.

Bockshornklee (Trigonella foenum-graecum) ist beim Typ 2 blutzuckersenkend und vermindert die Insulinresistenz.

Ceylon-Zimt (Cinnamomum ceylanicum) vermindert die Insulinresistenz bei Typ 1 und 2.

Allgemein unterstützend beim Typ 2 ist das Chinesische Spaltkörbchen (Schisandra chinensis).

Blutzuckersenkend beim Typ 2 sind Copalchi (Hintonia latiflora), Gurmar (Gymnema sylvestre), Heidelbeere (Vaccinium myrtillus), Echte Aloa (Aloe vera) und Feigenkaktus (Opuntia ficus-indica). Ginseng (Panax ginseng) ist beim Typ 2 ebenfalls blutzuckersenkend und fördert auch die Insulinsekretion.

Die Indische Büschelbohne, auch Guar (Cyamopsis tetragonoloba) genannt, vermindert die Glukoseaufnahme aus dem Darm.

Die Indische Gelbwurz (Curcuma longa) mindert das Fortschreiten des Typ-2-Diabetes und ist blutzuckersenkend.

Ingwer (Zingiber officinale), Mongolischer Tragant (Astragalus memranaceus), Libosch (Rehmannia glutinosa) und die Scharlachranke (Coccinia indica) sind beim Typ 2 blutzuckersenkend.

Maulbeerbaum (Morus nigra) vermindert zusätzlich die Glukoseaufnahme aus dem Darm und

Gemmotherapie

Die Gemmotherapie (sie nutzt die biologische Energie von Pflanzen und Mineralien, siehe auch https://www.gemmotherapie-deutschland.de/ ) hilft beim Typ-2-Diabetes. Die Olive (Olea europaea) ist blutzuckersenkend und die Walnuss (Juglans regia) verbessert die Insulinbildung.

Vitalpilztherapie

Bei den Diabetes-Typen 1 und 2 ist Maitake (Grifola frondosa) nicht nur blutzuckersenkend, sondern senkt auch die Insulinrezeptorresistenz.

Beim Typ-2-Diabetes verbessert Schopftintling (Coprinus cornatus) die Glukosetoleranz und ist blutzuckersenkend. Auch vermindert Sonnenpilz (Agaricus blazei murill) die Insulinresistenz.

Homöopathie

Die folgenden Wirkstoffe helfen allesamt beim Diabetes-Typ 2.

Chionanthus virginicus D6, Kalium sulfuricum D6, Cobaltum nitricum D4 und Datisca D4 und D2 sind allgemein unterstützend.

Haronga D6 fördert die Insulinsekretion.

Kreosotum D6 hilft gegen Entzündungen.

Blutzuckersenkend wirken Momordica balsamina D6, Phaseolus vulgaris ex planta tota D2 und Syzygium jambolanum D6 (Glycotana ® Tropfen).

Vaccinium myrtillus D2 verbessert sowohl die Glukosetoleranz und die Zuckerausscheidung.

Schüßler-Salze

Nr. 6 Kalium sulfuricum D6 wirkt sowohl beim Prädiabates als auch bei den Typen 1 und 2 entgiftend.

Nr. 7 Magnesium phosphoricum unterstützt bei den Typen 1 und 2 die Bauchspeicheldrüse.

Nr. 10 Natrium sulfuricum D6 wirkt bei den Typen 1 und 2 entgiftend und blutzuckersenkend und speichert überschüssigen Zucker in der Leber.

Nr. 17 Manganum sulfuricum D12 wirkt auch bei den Diabetes-Typen 1 und 2 blutzuckersenkend und hilft gegen Polyneuropathien.

Nr. 21 Zincum chloratum D12 fördert beim Typ-2-Diabetes die Insulinbildung.

Mikronährstofftherapie

Zink verbessert verbessert bei den Diabetes-Typen 1 und 2 die Insulinresistenz, wirkt blutzuckersenkend und fördert Insulinbildung.

Mangan verbessert auch bei den Typen 1 und 2 die Insulinbildung und -freisetzung.

Chrom fördert beim Diabetes-Typ 2 die Insulinbildung.

Magnesium verbessert die Insulinresistenz bei Diabetes Typ 1 und 2.

Alpha-Lipomsäure hilft bei Typ-1- und Typ-2-Diabetes gegen Neuropathien.

L-Carnitin verbessert beim Typ-2-Diabetes sowohl die Insulinsensivität als auch die Cholesterinwerte.

Vitamin D verbessert beim Typ-2-Diabetes die Insulinsensivität und -sekretion.

Die folgenden Mikronährstoffe helfen sowohl beim Typ-1- als auch beim Typ-2-Diabetes:

Coenzym Q10 verbessert die Insulinsekretion, senkt den HbA1C-Wert als auch das Cholesterin.

Folsäure senkt erhöhte Homocystein-Werte und hilft gegen Arteriosklerose.

L-Arginin erweitert die Blutgefäße, fördert die Durchblutung und wirkt blutdrucksenkend.

Omega-3-Fettsäuren verbessern die Fettwerte und die Durchblutung und wirken blutdrucksenkend.

Uridinmonophosphat und Vitamin B12 helfen gegen Neuropathien.

Vitamin B1 hilft gegen Nervenschmerzen.

Vitamin B2 hilft gegen Nervenschmerzen und Hauterkrankungen.

Vitamin B6 senkt erhöhte Homocystein-Werte und hilft gegen Arteriosklerose.

Vitamin C und E sind Antioxidantien und Radikalfänger.

Krätze (Skabies, Scabies, Acarodermatitis)

Krätze, medizinisch Skabies, Scabies oder Acarodermatitis, ist eine weitverbreitete parasitäre Hautkrankheit des Menschen. Sie wird durch die Krätzemilbe (Sarcoptes scabiei) verursacht. Die halbkugelförmigen, 0,3–0,5 Millimeter großen Weibchen bohren sich in die Oberhaut (Epidermis) und legen dort in den Kanälen (caniculi, Milbengänge) Kotballen (Skybala) und ihre Eier ab. Ihre Absonderungen bringen Bläschen, Vesikel, Papulovesikel, Papeln, Pusteln, Blasen, Quaddeln, Infiltrationen und als Sekundärläsionen Krusten, Kratzwunden und Furunkel hervor. Die Inkubationszeit beträgt etwa drei bis sechs Wochen. Für befallene Patienten gilt in Deutschland nach § 34 Infektionsschutzgesetz bereits bei Verdacht ein Verbot des Aufenthalts und Arbeitens in Gemeinschaftseinrichtungen. Andere Milbenerkrankungen des Menschen werden als Acariasis bezeichnet. Als Entdecker des Zusammenhangs zwischen Milbenbefall und Krätze gilt der italienische Arzt Giovanni Cosimo Bonomo.

Krätze bei Tieren wird umgangssprachlich Räude genannt, wobei hier auch andere Milben vorkommen. Außer den Haarbalgmilben können die meisten dieser Parasiten auch den Menschen als Fehlwirt befallen und eine Pseudokrätze oder Trugräude, medizinisch Pseudoscabies, hervorrufen.

Quellenangabe und mehr: Krätze bei Wikipedia (Stand: 23.10.16, 8:46 Uhr)

Weitere Informationen:

Krätze bei netdoktor.de – mit Beschreibung, Symptomen, Ursachen, Behandlung, Krankheitsverlauf und Prognose

Kraetze-Ratgeber.de – Infos rund um die Krätze mit Ursachen, Ansteckung/Übertragung und Behandlung

Kraetze-behandeln.de – auch viele Infos rund um Risikogruppen, die Ansteckung, Therapie, Symptome, …

Infektionsschutz.de – Informationen über Übertragung, Risikogruppen, was zu beachten ist und wie man sich schützen kann

transitorische ischämische Attacke (TIA)

Eine transitorische ischämische Attacke (abgekürzt TIA) ist eine Durchblutungsstörung des Gehirns, welche neurologische Ausfallserscheinungen hervorruft, die sich innerhalb von 24 Stunden vollständig zurückbilden. Bildet sich die Symptomatik nicht vollständig zurück, so handelt es sich definitionsgemäß um einen ischämischen Schlaganfall.

Quellenangabe: transitorische ischämische Attacke bei Wikipedia

Weitere Informationen

Schlaganfall-Info – mit aktuellen Infos, Rehabilitation, Kliniken, Therapien, Infos zu Selbsthilfe und Pflege

 

Schlaganfall (Apoplex)

Ein Schlaganfall oder der Zustand nach Apoplexie ist eine akute, plötzlich auftretende Durchblutungsstörung des Gehirns mit neurologischen Ausfällen auf einer Körperhälfte (Definition nach xxx). Er ist eine sehr häufige Erkrankung und mit etwa 15 Prozent aller Todesfälle die dritthäufigste akute Todesursache nach dem Herzinfarkt und den bösartigen Tumoren. Etwa die Hälfte der an einem Schlaganfall-Erkrankten sterben innerhalb des ersten halben Jahres und von den Überlebenden sind 30% dauernd pflegebedürftig.

Andere Ausdrücke, Synonyme: Hirninfarkt, Hirnschlag, Apoplexie cerebri, apoplektischer Insult; engl.: stroke, cerebrovascular accident (CVA).

Quelle: Schlaganfall bei Pflegewiki

Weitere Informationsquellen:

Schlaganfall heute – mit Ursachen, Symptomen & Folgen, Diagnose und Therapie & Vorsorge

Symptome eines Schlaganfalls auf Schlaganfall heute

 

Glaukom (Grüner Star)

Das Glaukom, auch grüner Star genannt, bezeichnet eine Reihe von Augenerkrankungen unterschiedlicher Ursache, die einen Verlust von Nervenfasern zur Folge haben. Bei fortgeschrittenem Krankheitsverlauf macht sich dies an der Austrittsstelle desSehnervs als zunehmende Aushöhlung (Exkavation) oder Abblassung und Atrophie des Sehnervenkopfes (Papille) bemerkbar. Infolgedessen entstehen charakteristische Gesichtsfeldausfälle (Skotome), die im Extremfall zu einer Erblindung des betroffenenAuges führen können. Ein erhöhter Augeninnendruck stellt einen wichtigen Risikofaktor für ein Glaukom dar. Gleichwohl haben fast 40 % aller Glaukompatienten einen normalen Augeninnendruck (Normaldruckglaukom), sind jedoch sehr empfindlich gegenüber Blutdruckschwankungen, was eine interdisziplinäre, zwischen Augenärzten und Internisten abgestimmte Behandlung erforderlich macht.[1]

Nach anatomischen Kriterien lassen sich Offenwinkel– und Engwinkel-Glaukome unterscheiden. Diese Bezeichnungen beziehen sich auf die Struktur, die Hornhautrückfläche und Irisvorderfläche miteinander als sogenannten Kammerwinkel bilden. Darin befindet sich dasTrabekelwerk, durch welches das Kammerwasser aus dem Auge abfließt. Offenwinkelglaukome sind weit häufiger und verlaufen meist chronisch und unbemerkt, während die selteneren Engwinkelglaukome zum schmerzhaften Glaukomanfall führen können, bei dem unbehandelt innerhalb kurzer Zeit eine akute Erblindung droht. Die Gesichtsfeldausfälle beim Offenwinkelglaukom machen sich oft erst spät bemerkbar, weil sie außerhalb der Mitte (peripher) beginnen und durch das intakte Gesichtsfeld des anderen Auges überdeckt werden können.

Das Glaukom ist weltweit eine der häufigsten Erblindungsursachen. Rund 500.000 Deutsche leiden an einem erhöhten Augeninnendruck, 10 Prozent davon droht die Erblindung. Aber auch ein normaler Augeninnendruck schließt ein Glaukom keinesfalls aus. Der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands weist darauf hin, dass die Dunkelziffer in diesem Bereich sehr hoch ist. Es wird davon ausgegangen, dass in Deutschland insgesamt etwa eine Million Menschen von einem Glaukom betroffen sind. Zumindest zeichnet sich eine Besserung ab. Zwischen den Jahren 1980 und 2000 hat sich das Risiko, aufgrund eines Glaukoms zu erblinden, halbiert.[2] Vor allem die Früherkennung und bessere Behandlungsmethoden werden für den Rückgang verantwortlich gemacht.

Quellenangabe: Glaukom bei Wikipedia

Weitere Informationen

Initiativkreis zur Glaukom-Früherkennung e. V. – Informationen zu Früherkennung, Unteruchungen, Diagnostik, medikamentöser Therapie, Laser und Operationstechniken und zur Anatomie des Auges